Das Bienenjahr: Winter

Im Winter herrscht Ruhe am Bienenstand.

Die Bienen kuscheln sich dicht zu einer sogenannten Wintertraube zusammen und tauschen regelmäßig die Plätze. Innen ist immer die Königin. Außen am Rand der Wintertraube ist es fast genauso kalt wie draußen.

Sie heizen ihre Wintertraube auf ca 20°C hoch, nehmen dann von ihrem Futtervorrat. Langsam fällt die Temperatur. Wenn sie 7°C erreicht, heizen sie wieder auf 20° hoch.

Unter 7° verklammen die Bienen, sie sterben dann.

Solange keine Brut gepflegt und gefüttert werden muss, pendelt die Temperatur in der Wintertraube wie oben beschrieben.

Aber wie heizen die Bienen eigentlich? Und womit überhaupt? Und wie lange machen sie das?

Wie ihr sicher wisst, können Bienen fliegen. Dafür brauchen sie starke Muskeln.

Und wie ihr sicher auch schon wisst, können sie schnell und sofort sehr schnell losfliegen.

Aber warum? Und was hat das mit dem Winter zu tun?

Eine ganze Menge.

Denn Bienen können ihre Flügel von den Muskeln abstellen. So arbeiten die Muskeln im Ruhestand immer noch weiter auf Hochtouren und deshalb können sie sofort sehr schnell losfliegen.

Im Winter sind die Flügel in der Wintertraube abgeschaltet, aber die Muskeln können weiter arbeiten. Und ihr wisst auch: wenn ihr schnell lauft, wird euch warm. Wenn also die Muskeln weiter arbeiten, wird dadurch Wärme hergstellt: Die Bienen heizen damit.

Wenn das neue Jahr anfängt, fängt die Königin wieder an Eier zu legen: das Volk beginnt zu brüten. Ab diesem Zeitpunkt muss das Brutnest mind. 21 Tage permanent auf 35° C aufgeheizt werden.



Landesverband der Buckfastimker Westfalen e.V.