So entnimmt man eine Futterkranzprobe

Eine Futterkranzprobe sollte jährlich von seinen Bienenvölkern entnommen werden, um festzustellen, ob Sporen von der Amerikanischen Faulbrut (AFB) vorhanden sind. Denn dies ist eine der Krankheiten, vor der man sich nicht schützen kann, die aber sehr arbeitsintensiv zu behandeln ist.

Wenn  frühzeitig Sporen dieser gefährlichen Erkrankung im Futter eines Volkes entdeckt werden, ist das Volk aber in den meisten Fällen noch gar nicht erkrankt. Eine Behandlung ist in diesem Fall schnell und einfach möglich.

Deshalb sollten alle Bienenvölker daraufhin jährlich untersucht werden.

So wird es gemacht:

Bienen abfegen

Von einer Futterwabe fegt man im oberen Bereich die Bienen ab.

Futterkranzprobe-104

Mit einem Esslöffel entnimmt man Futter. Wabenteile dürfen mit dabei sein, Pollen und Bienen aber nicht.

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Die Wabe wird von den Bienen in kurzer Zeit wieder repariert.

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Das entnommene Futter gibt man in einen Gefrierbeutel (6 L) einer Markenfirma, weil sie reißfester sind.

Am einfachsten streift man das Futter mit einem zweiten Löffel ab.

Proben von bis zu zehn Völkern können in einen Beutel zusammengegeben werden. Das nennt man eine Sammelprobe.

Warum nicht alle einzeln?

98% aller Proben sind sporenfrei. So spart man Geld und Zeit.

Wer keine sporenfreie Probe hat, wird mit dem Veterinär vor Ort besprechen, was weiter zu tun ist, denn AFB (Amerikanische Faulbrut) muss beim Veterinär gemeldet werden.

 

Der Beutel wird fest zugeknotet, mit seinem Namen und dem Bienenstandort versehen und an die bekannten Institute, z.B. in Celle geschickt.

Wer mit anderen Imker/innen die Beutel zusammen verschickt, spart Geld.

Ca. zwei Monate später erhält man einen Brief des Instituts mit dem Ergebnis.

Der beste Zeitpunkt für eine Probe ist Ende September / Oktober nach der Räubereizeit. Denn dann kann man auch feststellen, ob seine Bienen an fremden Völkern räubern waren und die Spore mitgebracht haben.

So kann eine Probe Auskunft darüber geben, ob im Flugradius um den beprobten Bienenstand faulbrutkranke Bienenvölker stehen, die selbst nicht beprobt wurden.

Deshalb ist diese Untersuchung von unschätzbarem Wert. Denn sie kann ca. 2-3 Jahre in die Zukunft schauen (so lange braucht es, bis ein Volk, das Sporen der AFB mitgebracht hat, schwer krank wird).

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