Erstausstattung der eigenen Imkerei

Hier unsere Empfehlungen für das Grund-Werkzeug:

  • Stockmeißel (hier eine Übersicht, gut ist, was gefällt)
  • Smoker (wir empfehlen aus praktischer Erfahrung einen Dadant Smoker, der brennt bis nichts mehr drin ist. Nicht billig, aber das wichtigste Hilfsmittel, auf das man sich verlassen können muss.)
  • Bienenbesen (Naturhaare mögen Bienen lieber als Kunsthaare)
  • Notizblock (oft wird eine Stockkarte empfohlen, ein Notizbuch tut es auch. Denn: Notizen machen von seinen Standbesuchen etc. ist sehr wichtig.)

Was eine Bienenkiste / Beute als Zubehör enthalten sollte:

Hier geht es nicht um die richtige Beute, sondern was alles als Zubehör mit bedacht werden sollte. Wir empfehlen den Kauf von Komplettbeuten.

Diese Liste enthält, was man für eine Beute außerdem noch anschaffen sollte:

  • ein Mäusegitter oder einen Mäuseschlitz (Schutz vor eindringenden Nagern im Herbst und Winter)
  • Schaumstoffstreifen zur Fluglochverengung (ist super flexibel von komplett verschlossen, nur Platz für zwei Bienen oder oder)
  • Abtrenngitter – liegt zwischen Brutraum und Honigraum (Plastik ist preiswerter, Metall ist aber viel stabiler und lässt sich besser von Wildbauwachs befreien)
  • Bienenflucht – reduziert (am Tag vor der Honigernte eingelegt) effektiv die Anzahl der Bienen im Honigraum
  • Rähmchen – mind. so viele, wie in die Beute hineinpassen
  • Mittelwände – mind. so viele, dass man alle Rähmchen mit einem Anfangsstreifen ausstatten kann (Naturbau), bzw. alle Rähmchen vollflächig mit Mittelwänden „einlötet“
  • Trennschied für Dadant-Beuten (für den angepassten Brutraum)
  • Beutenbock – wer seinem Rücken zuliebe die Beute nicht auf den Fußboden stellen möchte (auch weil er sie vor Standnässe schützen muss) findet hier eine Auswahl.

Hier unsere Empfehlungen für Schutzkleidung:

Viele Imker arbeiten ohne jeglichen Schutz an ihren Bienenkisten. Es spricht aber nichts dagegen, mit einem gewissen Schutz an seinen offenen Bienenkisten zu stehen. Hier sagen wir, was sinnvoll ist und was als erstes entbehrlich ist.

  • Hut mit Schleier – bringt Ruhe und Sicherheit bei anfliegenden Bienen, hier eine Auswahl
  • Schutzanzug oder -jacke – auch wenn viele darüber spotten, ist es ein Schutz vor Klecksen und Flecken, die man beim Imkern immer irgendwie bekommt und die teils schwer entfernbar sind, viele Taschen bieten Platz für die kleinen Dinge bei der Imkerei
  • Handschuhe – da sagen wir: lieber nicht und wenn, nur in besonderen Fällen. Warum? Ohne Handschuhe hat man das beste Fingerspitzengefühl, man merkt gleich, wenn Bienen über die Hand oder zwischen die Finger krabbeln. Dabei passiert nichts! Aber mit Handschuhen merkt man davon nichts und drückt die Bienen leicht durch unachtsame Bewegungen. Dann sticht jede Biene sofort zu. In  Lederhandschuhen bleiben die Alarmpheromone zurück, die beim Stich freigesetzt werden und durch die weitere stichfreudige Bienen angelockt werden können. Im Sommer bekommt man zudem schnell schwitzige Hände – deshalb: lieber ohne Handschuhe imkern.
  • Hose und Schuhe – bitte keine Sandalen oder dunkle oder grelle Farben der Hose. Braun oder Schwarz sind tabu – Bienen meinen ein Bär stünde vor ihnen, ihr größter Feind, das heißt: unnötige Panikmache im Bienenvolk. Bei Sandalen verfangen sich herunterfallende Bienen leicht in den Socken. Das verwirrt die Bienen und sie stechen sofort zu.

 

Innerhalb des ersten Bienenjahrs fallen Arbeiten an, die mit den im folgenden beschrieben Geräten leicht zu verrichten sind. Manche sind neu gekauft recht teuer, gebraucht sind sie oft immer noch sehr gut – Suchen und im Imkerverein fragen hilft weiter.

Wachsverarbeitung

Bienen bauen ihr Zuhause, ihre Waben selbst: aus Wachs. Es ist das Zuhause der Bienenbrut, des Honigs und Pollens, der Krankheiten – und der Gifte aus Landwirtschaft, heimischem Gartenbau und Co…

Für ein gesundes Bienenvolk muss das Wabenwerk deshalb regelmäßig erneuert werden. Dabei fallen alte Waben an. Die gehören in den Wachsschmelzer.

Es gibt ihn solar betrieben für Draußen und elektrisch für jede Wetterlage oder drinnen. Letzterer ist zu empfehlen, weil flexibler, effektiver und sicherer. Es gibt ihn einfach aus Kunststoff, aber auch aus Edelstahl. Egal woraus: Wasserdampf oder heißes Wasser  entwachst die Altwaben.

Honigernte

Zwei mal im Jahr ist Honigernte. Dafür sind einige Geräte von praktischem Nutzen.

Ein Entdeckelungsgeschirr besteht aus einer Wanne und einer Halterung für ein Honigrähmchen, sowie einer Entdeckelungsgabel, mit der man den Wachsdeckel von den Waben entfernen kann.

Um nicht die wertvollen Honigwaben zerstören zu müssen, bietet sich eine Honigschleuder zur wabenschonenden Methode der Honigernte an. Es gibt eine Vielzahl mit Hand- oder Motorantrieb, für viele verschiedene Wabenmaße – oder nur sehr wenige. Für den Anfang reicht ein einfaches Modell – vielleicht hat jemand aus dem Verein noch eine gute Gebrauchte übrig?

Der aus der Schleuder fließende Honig enthält noch Wachsteilchen, die ein Doppelsieb herausfiltert. Es gibt sie in Kunststoff oder in Edelstahl. Lebensmittelechte Eimer, die für nichts anderes als für Honig verwendet werden, nehmen den Honig auf.

Damit der wertvoll geschleuderte Honig seine Qualität behält und außerdem leicht in Gläser abgefüllt werden kann, ist ein Abfülltopf aus Edelstahl mit dichtschließendem Deckel zu empfehlen. Einmal gekauft, sollte er ein Imkerleben halten.

Die Honigschleuder dürfte in der Imkerei zu der teuersten Anschaffung gehören. Zu Beginn hilft jemand aus dem Imkerverein sicher aus. Gebrauchte Schleudern sind ein Tipp – wenn man weiß, dass man der Imkerei treu bleibt, kann man ja in eine Neue investieren und die Gebrauchte weiterverkaufen…

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