Fotos vom Umlarvtag

Wer bestimmen möchte, von welchen Völkern die neuen Königinnen stammen sollen, sollte bei unserem Umlarvtag zusehen und mit dabei sein.

Hier zeigen wir, was da passiert.

Als erstes wird aus dem Volk, aus dem die neuen Königinnen stammen sollen, eine Wabe entnommen, die möglichst viele junge Maden enthält.

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Dann schaut man sich sie noch einmal genau an:

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Nun werden die Bienen von der Wabe abgefegt und die Wabe kommt auf den Umlarvtisch:

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Mit einem speziellen Werkzeug, der Umlarvnadel wird nun eine junge – also sehr kleine – Made entnommen und in einen vorbereiteten – künstlichen – Weiselbecher abgelegt.

Diese Weiselbecher sind auf der Unterseite eines Rähmchenoberträgers befestigt.

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Weil man nicht sicher sein kann, dass die Bienen aus jeder umgelarvten Made eine Königin nachziehen, larvt man gleich ein ganze „Serie“ um, am besten soviel, wie auf den Rähmchenoberträger passen.

So sieht eine Made im künstlichen Weiselbecher aus:

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Dieser Oberträger mit umgelarvten Maden kommt am besten sofort in das Aufzuchtvolk, das aus den Maden möglichst viele Königin nachzieht. Es kann im einfachsten Fall der Honigraum eines starken Volks sein.

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Dauert es etwas länger, bis die umgelarvten Maden in das Pflegevolk kommen, wickelt man den Oberträger oder das Rähmchen mit den umgelarvten Maden in ein sehr feuchtes Tuch ein.

Wir empfehlen das Prinzip, Königinnen im eigenen Honigraum nachzuziehen.

Das kann man bereits machen, wenn man nur ein einziges Volk besitzt. Denn man muss keine Königin finden, entnehmen, entweiseln oder sonstwie opfern. Alles bleibt intakt, wird nur für kurze Zeit etwas „verstellt“.

Der Grundgedanke ist: Alles läuft weiter wie sonst – nur nicht am gleichen Ort.

Der Brutraum wird vom alten Platz verstellt. Am einfachsten direkt neben den alten Platz, aber mit um 180° verdrehtem Flugloch.

Ein Honigraum kommt jetzt auf den alten Platz, darunter ein Boden. Aus dem Brutraum fegt man ein paar Bienen hinzu. Damit die Königin nicht unbemerkt umzieht, liegt ein Absperrgitter auf dem Honigraum.

Das lässt man ein paar Stunden so stehen.

Was passiert?

Die aus dem Brutraum ausfliegenden Bienen fliegen in den Honigraum ein und stellen fest: Wir haben reichlich Vorräte, aber keine Königin. Das Volk wird unruhig, es brummt hörbar.

Nach ein paar Stunden kommt jetzt der Oberträger oder das Rähmchen mit den umgelarvten Maden an Stelle eines Honigrähmchens in den Honigraum. (siehe Foto oben)

Die umgelarvten Maden werden massenweise von Bienen umlagert. Weil sie dringend eine neue Königin brauchen, werden sie möglichst viele Maden zu Königinnen heranziehen.

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Das alles zeigen wir auch in einem Video, ihr findet es – neben anderen nützlichen Vidoes zu Arbeiten am Bienenvolk – hier.

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